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gender*bildet - Netzwerkstelle für Genderforschung und -lehre

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Aktuelles

gender*bildet ist vorübergehend nicht hauptamtlich besetzt

Emails an die Adresse werden in größeren Abständen gelesen und ggf. an zuständige Stellen weitergeleitet. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Leiterin der Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit, Martina Langnickel

Sobald gender*bildet wieder besetzt ist, informieren wir auf diesen Seiten darüber.

Online-Ringveranstaltung: Das Verhältnis von Rassismus und Feminismus weiterdenken // Wintersemester 2022/23

Längst sprechen wir über Feminismen in der Mehrzahl. Aber kann der Dominanzanspruch eurozentrischer Perspektiven in feministischen Bewegungen deshalb als überwunden gelten? Was ist notwendig, um eine globale Perspektive auf die vielfältigen Lebenswelten von FLINTA+-Personen einnehmen zu können? Welche Perspektiven existieren bereits und bereichern die Debatte? Welche Gegenbewegungen gibt es und wie können wir diesen entgegenwirken? Und welche neuen Fragen stellen sich im Kontext der aktuellen Kriegs- und Krisenereignisse?

In unserer diesjährigen Ringveranstaltung untersuchen wir den Stellenwert unterschiedlicher Rassismen in feministischen Bewegungen. Zu Gast sind u.a. Melina Morr de Pérez, Gundula Ludwig, Nivedita Prasad, Dilar Dirik, Denise Bergold-Caldwell, Anna Sabel und Özcan Karadeniz. Sie alle sind Forsch*erinnen, Praktik*erinnen und Aktiv*istinnen.

In einem ersten Block versammeln wir Analysen zur Geschichte und Gegenwart feministischer Bewegungen aus intersektionaler und de_konstruktivistischer Perspektive. In einem zweiten Teil thematisieren wir antirassistische, (queer)feministische Aktivismen und Initiativen und sprechen in unterschiedlichen Formaten mit Aktiv*istinnen Schwarzer, kurdischer und muslimischer Bewegungen über ihre Lebensrealitäten und ihre Kämpfe. Immer im Fokus sind neue Erfahrungen und Sichtweisen, die sich in Zeiten der Klimakrise, Krieg und Fluchtmigration ergeben.

Die Veranstaltung findet mit wenigen Abweichungen 14tägig an Dienstagen statt. Stud*entinnen und Mitarbeit*erinnen der MLU können die Veranstaltung im StudIP belegen und erhalten darüber die Zugangsdaten. Alle anderen Interessierten sind ebenfalls herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich an unter und verwenden Sie die Betreffszeile Anmeldung Ringveranstaltung.

Für Stud*entinnen und Gasthör*erinnen der MLU ist die Ringveranstaltung als ASQ und für das Zertifikat Gender Studies anrechenbar.

Termine im November:

Di, 1.11.2022: Melina Morr de Pérez: Black gay/lesbian thought - Der Einfluss der Differenz seit den 1980ern Jahren bis heute"

Mi, 16.11.2022: Gundula Ludwig: "Multiple Krisen und ihre Verdichtungen. Feministische Gegenwartsdiagnosen" (Vortrag im Rahmen des Landesweiten Tags der Genderforschung Sachsen-Anhalt   )

Do, 17.11.2022: Podiumsdiskussion: Konflikte, Krisen, Kriege. Feministische Perspektiven & Positionierungen (im Rahmen des Landesweiten Tags der Genderforschung Sachsen-Anhalt    mit Sheena Anderson, Tine Haubner und Katharina Warda, in Präsenz an der OvGU Magdeburg und im Livestream)

Das vollständige Programm wird in Kürze hier veröffentlicht.

11. Landesweiter Tag der Genderforschung - Call for Papers

CfP LTG 2022

CfP LTG 2022

CfP LTG 2022

KONFLIKTE, KRISEN, KRIEGE. FEMINISTISCHE PERSPEKTIVEN UND POSITIONIERUNGEN

Gesellschaftliche Krisen, politische und soziale Konflikte sowie nunmehr der Krieg in der Ukraine sind omnipräsent. Ordnungen, wie ‚wir‘ sie kennen, scheinen zu wanken bzw. fragil und verletzlich. Soziale Ungleichheiten verschärfen sich und es sind zunehmend polarisierende (politische) Positionierungen und Diskursverläufe in der medialen und öffentlichen Debatte zu beobachten. International und national erstarken antidemokratische und antifeministische Strömungen, Gender Studies werden angegriffen und gleichstellungspolitische Bemühungen in Frage gestellt. Während der Corona-Pandemie ist weltweit die Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen sowie LGBTIQ* angestiegen, teilweise werden bereits erreichte Normen und Standards wieder zurückgenommen – wie z.B. der  Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention zeigt.

In all dem sind Fragen nach neuen Formen gesellschaftlichen Miteinanders und nach intersektionalen (queer-)feministischen Perspektiven für Klima, Care, Frieden und Solidarität sowie für die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt, Ungleichheit und Diskriminierung angelegt. Für die Analyse und daran anschließende gesellschaftlichpolitische Strategien im Umgang mit den gegenwärtigen Konflikten, Krisen und Kriegen ist Geschlechterforschung von großer Relevanz.

Vor diesem Hintergrund wollen wir aktuelle Arbeiten aus dem Bereich Gender Studies, (queer-)feministischer Wissenschaft und intersektionaler Herrschaftskritik beim landesweiten Tag der Genderforschung am 17.11.2022 in Magdeburg versammeln und sichtbar machen. Wir wollen Wissenschaftler*innen/Künstler*innen/Gestalter*innen – auch und insbesondere in Qualifikationsphasen –, Forschende sowie Projekte und Initiativen vernetzen sowie einen Ort für Austausch und Diskussion schaffen und rufen daher zur Einreichung von Beiträgen für den 11. Landesweiten Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt auf.

Vor allem Wissenschaftler*innen/Künstler*innen/Gestalter*innen in Qualifikationsphasen aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus anderen Regionen ermutigen wir, ihre Arbeiten vorzustellen (auch work-in-progress). Einreichungen können für zwei verschiedene Formate erfolgen (bitte geben Sie an, für welche Präsentationsform Sie sich bewerben):

  • Vorträge/Präsentationen (Vortragszeit ca. 20 Minuten, 10 Minuten Diskussion)
  • Posterpräsentation (im Rahmen der geplanten Posterausstellung mit Kurzpräsentation)

Für beide Formate erbitten wir Vorschlagseinreichungen in Form eines Papers von max. 500 Wörtern insgesamt, einschließlich Angaben zu Autor*innen, Titel, Kurzbeschreibung des Projekts, institutionelle Anbindung und Kontaktadresse.

Wir bitten um Einreichung der Paper bis zum 30.06.2022 an folgende E-Mail-Adresse:

Sie erhalten bis zum 31.07.2022 Rückmeldung, ob Ihr vorgeschlagener Beitrag ausgewählt worden ist. Bei Fragen zum Call oder zur  Veranstaltung melden Sie sich gern bei der Koordinierungsstelle per E-Mail an oder Telefon (Michaela Frohberg: 0391/6758905) oder bei den weiteren Veranstalterinnen.

Der 11. Landesweite Tag der Genderforschung ist eine Kooperationsveranstaltung von:

Weitere Informationen finden Sie hier   .


Intersektionale Perspektiven auf erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus (c) mara david

Intersektionale Perspektiven auf erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus (c) mara david

Intersektionale Perspektiven auf erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus (c) mara david

Intersektionale Perspektiven auf Erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus, 20. Mai 2022, 10:00-15:00, Online-Workshop

Online-Workshop mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.

Referent*innen:

Anna Sabel, Leiterin im Kompetenznetzwerk Islam- und  Muslimfeindlichkeit und des Projekts „(Un)Sichtbarkeiten in der  Migrationsgesellschaft“

Mehmet Arbag, Mitarbeiter im Projekt „(Un)Sichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft“

Im Workshop nähern wir uns dem gesellschaftlich immer noch verunsichtbarten Phänomen des antimuslimischen Rassismus und damit verbundenen Prozessen der “Veranderung” an. Wir beschäftigen uns mit Begriffen wie “Ethnosexismus” (Dietze) und “Rassismus ohne Rassen” (Balibar) und betrachten antimuslimischen Rassismus in seiner Verflechtung mit anderen Diskriminierungsformen. Wir diskutieren die Dimensionen und Auswirkungen des strukturellen antimuslimischen Rassismus. Die Veranstaltung beinhaltet einen offenen Impuls mit interaktiven Anteilen.

Der Workshop ist der zweite einer insgesamt dreiteiligen Workshopreihe zum Thema “Rassismus und Feminismus weiter-denken” von gender*bildet. Die Ergebnisse werden in die nächste Ringvorlesung von gender*bildet einfließen, die im WS 2022/23 stattfinden wird.

Alle Workshops finden online auf webex statt. Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 15 Personen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis zum 13.5.2022 an .

Workshop am 28. September 2021, 12:00-17:00 Uhr: Einführung in die Realität des islamischen Feminismus und Umgang mit Rassismus in (Lehr-)Veranstaltungen

Wir lernen im Workshop die Grundlagen islamischer und muslimischer Feminismen kennen. Welche Positionen und Debatten gibt es? Welche Widerstände entstehen? Wie können weiß positionierte Personen einen angemessenen Umgang mit Begriffen, Themen und Fragen finden? Außerdem wollen wir uns darauf vorbereiten, auf rassistische Äußerungen angemessen zu reagieren und diese anschließend gemeinsam aufzuarbeiten. Wir wollen fragen, wie eine angemessene Aufarbeitung in einem Lehrzusammenhang stattfinden kann ohne die rassistischen Vorkommnisse zu reproduzieren und Betroffene auf solidarische Weise zu unterstützen.

Diese Fragen bearbeiten wir gemeinsam mit den Referent*innen Sultan Unvar und Mandana Uriep.

Der Workshop ist der erste in der insgesamt dreiteiligen Workshopreihe zum Thema Rassismus und Feminismus weiter-denken. Die Ergebnisse werden in die nächste Ringvorlesung von gender*bildet einfließen, die voraussichtlich im Jahr 2022 stattfinden wird.

Alle Workshops finden online auf webex statt. Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 15 Personen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis zum 24.9.2021 unter .

Workshopreihe im WS 2021/22

Workshopreihe im WS 2021/22

Workshopreihe im WS 2021/22

gender*bildet Workshopreihe im Wintersemester 2021/22: Das Verhältnis von Rassismus und Feminismus weiter-denken

Längst sprechen wir über Feminismen in der Mehrzahl. Aber kann der Dominanzanspruch eurozentrischer Perspektiven in feministischen Bewegungen deshalb als überwunden gelten? Was ist notwendig, um eine globale Perspektive auf die Lebenswelten von FLINTA*-Personen einnehmen zu können? Welche Perspektiven existieren bereits und bereichern die Debatte? Welche Gegenbewegungen gibt es und wie können wir diesen entgegenwirken?

Diesen Fragen wollen wir uns in unserer Workshopreihe annähern. In drei halbtägigen Veranstaltungen, die im Laufe des Wintersemesters 2021/22 stattfinden, betrachten wir den Stellenwert von anti-muslimischem Rassismus in feministischen Bewegungen und diskutieren (mit) Theorien und Aktivist*innen des islamischen Feminismus. Darüber hinaus werden wir die feministische Revolution in Rojava und die Rolle der Jineologî, der kurdischen Wissenschaft um die Frau* thematisieren. Nicht zuletzt geht es uns auch darum, unsere eigenen (vornehmlich weißen) Positionierungen zu reflektieren und für den Austausch fruchtbar zu machen.

Herzlich eingeladen sind Lehrende, Mitarbeitende und Studierende der MLU und weitere Interessierte, die Lust haben, in einer kooperativen Form an verschiedenen Themen zu arbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in die nächste Ringvorlesung von gender*bildet einfließen, die voraussichtlich im Jahr 2022 stattfinden wird.


Picture a Scientist - Film (31. Mai bis 1. Juni 2021) und Online-Podiumsgespräch (2. Juni 2021)

Verschiebung des Online-Podiumsgesprächs auf den Herbst

Wir haben die Podiumsdiskussion aufgrund des Sondersenats zu den Kürzungs- und Umstrukturierungsplänen des Rektorats auf Herbst verschoben. Sobald wir ein Datum wissen, werden wir dies hier bekannt geben.
Gemeinsam mit unseren Diskutant*innen hätten wir entlang einiger Fragen einen Austausch zu Diskriminierungserfahrungen und Empowerment von Frauen in MINT-Fächern initiiert. Dieses Gespräch verlegen wir nun vorerst in ein digitales Pad: https://pad.riseup.net/p/Picture_a_Scientist-keep   . Dort können Sie Ihre Gedanken/Fragen/Anmerkungen zu den dort vermerkten Fragen (anonym) hinterlassen. Diese können, müssen aber keinen unmittelbaren Bezug zum Film haben. Wir werden diese Gedanken in unsere Planung für die Folgeveranstaltung mitnehmen und Sie über das Weitere informieren.

31. Mai, 12:00 – 1. Juni 2021, 12:00
Film: Picture a Scientist

Regie: Ian Cheney/Sharon Shattuck
USA, 2020, Sprache: Englisch (OmU)

Wer macht eigentlich Wissenschaft? Und weshalb ist es in unserer Vorstellung immer noch „der Wissenschaftler“? In Picture a Scientist nehmen sich eine weiße Biologin, eine Schwarze Chemikerin und eine weiße Geologin dieser Fragen an und führen das Publikum auf eine Reise durch die Erfahrungen ihrer akademischen Laufbahn – als Frauen in der Wissenschaft. In ihren Karrieren sind sie von Beginn an Diskriminierungen und Gewalt ausgesetzt. Die Wissenschaftlerinnen müssen einen stetigen Kampf um Anerkennung, Respekt und Gleichberechtigung  führen.

Der Dokumentarfilm gibt aber auch Hoffnung, denn er erzählt eine Geschichte von Stärke und Solidarität, von mutigen Wissenschaftlerinnen, die sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr setzen und einen weltweiten Diskurs des Wandels und der Gleichberechtigung ins Rollen bringen. In futuristischen Laboratorien und auf spektakulären Schauplätzen der Feldarbeit macht er deutlich, von welch unschätzbarem Wert die Arbeit von Forscherinnen ist und wie sich die Wissenschaft durch systematische und strukturelle Umwälzungen zum Besseren bewegen lässt – für eine Welt, in der Mädchen ihren Traum vom Forschen verwirklichen können, für eine Welt voller Biologinnen, Astronautinnen, Chemikerinnen und Mathematikerinnen.

Trailer & mehr   

Die  Teilnahme am Film ist nur nach persönlicher Anmeldung und nur für Mitglieder und Angehörige der MLU möglich. Die Teilnahme ist auf maximal 100 Personen beschränkt. Die verbindliche Anmeldung erfolgt bis zum 21. Mai 2021 via Mail an

Jede  angemeldete Person erhält einen personalisierten Link, um den Film im Vorfeld der Diskussion anzuschauen. Dieser Link ist 48 h lang – von  Sonntag, dem 30.5.2021, 12:00 bis Dienstag, den 1. Juni 2021 12:00 –  gültig, sodass frei gewählt werden kann, wann der Film innerhalb dieses  Zeitraumes geschaut wird.

Da pro Link Kosten für die Veranstalterinnen anfallen, bitten wir Sie, sich nur für den Film  anzumelden, wenn Sie diesen auch innerhalb der 48h anschauen können. Sollten Sie sich angemeldet haben und doch nicht können, melden Sie sich  bitte rechtzeitig wieder ab.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und dem Gleichstellungsbüro statt.

02. Juni 2021, 17–19 Uhr:
Podiumsgespräch: Picture a Scientist@MLU. Diskriminierungserfahrungen & Empowerment von Wissenschaftlerinnen in MINT-Fächern

Als  gesellschaftliche Institutionen sind an Hochschulen und Universitäten sexistische, rassistische und sexualisierte Diskriminierung und Gewalt genauso ein Thema wie in anderen Bereichen. Ihre machtvolle Position und ihr Ruf als ‚Enlightened Institution‘ machen es häufig besonders schwer, Fälle von Diskriminierung und Gewalt zu erkennen, zu benennen und als strukturelle Phänomene zu analysieren. Der Film Picture a Scientist nimmt eine solche Strukturanalyse – den berühmten MIT-Report ‚A Study on the Status of Women Faculty in Science at MIT‘ (1999) auf eindringliche Weise zum Anlass, Fälle von sexistischer, sexualisierter und rassistischer Diskriminierung und Gewalt in MINT-Fächern an US-amerikanischen Universitäten aufzuzeigen und zugleich mit Formen der Solidarität und des Empowerments Hoffnung und Mut zu machen.

Im  Jahr 2020 führte die MLU eine Themenwoche unter dem Titel #MeToo in der Wissenschaft?! durch. Unsere Veranstaltung knüpft hier an und richtet  einen besonderen Fokus auf MINT-Fächer. In einer offenen  Diskussionsrunde kommen Diskutant*innen aus den Geistes- und  Naturwissenschaftlichen Fakultäten der MLU miteinander und mit dem  Publikum ins Gespräch. Ausgehend von dem Film und eigenen Erfahrungen im  Zuge ihrer Tätigkeiten an der Universität, nehmen sie Stellung zu  fachspezifischen, intersektionalen Diskriminierungs- und  Gewaltstrukturen und berichten von erfahrenen und beobachteten  Solidarisierungen, Strategien, Handlungsmöglichkeiten und Protesten.

Die  Veranstaltung richtet sich an Studierende und Mitarbeiter*innen der  MLU. Sie eröffnet einen Raum, eigene Erfahrungen, strukturelle  Diskriminierungen im Wissenschaftssystem, aber auch Handlungs- und  Veränderungssoptionen zu benennen. Dabei werden wir die Lehre als die  Schnittstelle, an der Studierende und Lehrende der Universität  zusammenkommen, besonders in den Fokus nehmen.

Auf dem Podium diskutieren:

– Prof. Dr. Maja Schachner
Sie ist seit April 2020 Professorin für Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Sozialisation und Kultur an der MLU. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich damit, wie Schulen mit kultureller Vielfalt umgehen und wie Schüler*innen mit unterschiedlichen familiären Herkunftskulturen in der Schule ein Gefühl der Zugehörigkeit erleben und ihr volles Potential entfalten können.

– Lina Alhaddad
Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Pädogogische Psychologie an der MLU.

– Christiane Dethloff
Sie  hat ihren Bachelor of Engineering an der HTWK Leipzig absolviert und studiert aktuell an der MLU im Masterstudiengang Erneuerbare Energien. In diesem fächerübergreifenden Master, der sowohl Physik, Chemie, Ingenieurswesen als auch ein bisschen Wirtschaft beinhaltet, schreibt  sie gerade ihre Masterarbeit in der Fachgruppe für Photovoltaik.

– Dr. Imke Toborg
Sie ist Mathematikerin und hat Schuhgröße 38 2/3. Mit einer 1,5-jährigen Unterbrechung ist sie seit März 2010 an der MLU beschäftigt, ursprünglich kommt sie aus Norddeutschland.

– Kristin Leimer
Sie ist wissenschaftliche Koordinatorin der International Graduate School "Functional Polymers" an der MLU.

Die  Teilnahme an der Diskussion ist nur nach persönlicher Anmeldung und nur für Mitglieder und Angehörige der MLU möglich. Die Diskussion wird  nicht aufgezeichnet und von erfahrenen Moderator*innen begleitet. Im  Vorfeld wird ein Teilnahmevorbehalt bekanntgegeben und ggf. vom  Hausrecht Gebrauch gemacht. Die verbindliche Anmeldung erfolgt bis zum  21. Mai 2021 via Mail an

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und dem Gleichstellungsbüro statt.

Tagung #MeToo in Science

Die Tagung #MeToo in Sciene an der Ruhr-Universität Bochum am 17.6. und 1.7.2021 beschäftigt sich mit den Auswirkungen der MeToo-Debatte in der Wissenschaft. Sexuelle Diskriminierung an Hochschulen zu begegnen, Tabus aufzubrechen und eine aktive und unterstützende Präventionsarbeit zu gestalten werden als Themenschwerpunkte dieser Tagung aufgegriffen

#MeToo in Science, Tagung 17.Juni, 01.Juli

#MeToo in Science, Tagung 17.Juni, 01.Juli

#MeToo in Science, Tagung 17.Juni, 01.Juli

#MeToo in Science, Programm

#MeToo in Science, Programm

#MeToo in Science, Programm

Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention

Wir teilen hier die PRESSEMITTEILUNG der CEDAW-Allianz Deutschland (download   ) zum Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention und die mit der Mitteilung verbundene Solidarisierung mit türkischen und kurdischen Frauen und der LGBTIQ*-Gemeinschaft. Wir nutzen diesen Anlass auch, um auf den im Februar erschienen Alternativbericht zur Umsetzung des Übereinkommens    in der Bundesrepublik hinzuweisen, der vom Bündnis Istanbul-Konvention erstellt worden ist. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass auch in Deutschland noch viel zu tun ist.

Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention: Schwerer Rückschlag für den Schutz von Frauen- und Menschenrechten in der Türkei und in Europa

Die CEDAW-Allianz Deutschland verurteilt den Austritt der Türkei aus dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – der Istanbul-Konvention.
Der Austritt sendet ein fatales Signal an weltweite Bemühungen des Kampfes gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und die Rechte der LGBTQI* Gemeinschaft. Wir solidarisieren uns mit den türkischen und kurdischen Frauen- und  Menschenrechtsorganisationen. Insbesondere geflüchtete Frauen*, queere Menschen und Kinder sind mit dem Austritt aus dem Abkommen nun vulnerabler als je zuvor. Mühsam erkämpfte Rechte für Gleichheit, Freiheit und Selbstbestimmung dieser Personengruppen gehen damit verloren. Wir als Allianz, die sich für Frauen- und Menschenrechte einsetzt, verurteilen die Missachtung dieses völkerrechtlichen Abkommens.

Der Austritt kommt nicht überraschend. Er ist das Ergebnis politischer und gesellschaftlicher Bewegungen, die Frauenrechte insgesamt und ihre Rechte auf ein gewaltfreies Leben bedrohen.

Solche Bewegungen lassen sich nicht nur in der Türkei, sondern auch in anderen europäischen Ländern wie Polen und Ungarn sowie weltweit beobachten. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Die Bundesregierung muss politische Konsequenzen für die Beziehungen zur Türkei auf nationaler und auf internationaler Ebene ziehen und antifeministischen Bestrebungen in der Türkei und weltweit eine klare Absage erteilen.

Studie zu Diskriminierungserfahrungen im universitären Kontext an der MLU

Liebe Studierende,

Diskriminierung  zu erleben, ist für viele Betroffene eine einschneidende Erfahrung.  Aber auch für nicht direkt Betroffene kann Diskriminierung zu einer  unsicheren Atmosphäre beitragen. Wir möchten daher untersuchen, wie  häufig Diskriminierung im universitären Kontext auftritt und welche  Formen sie annimmt. Bisher gibt es dazu im deutschsprachigen Raum nur  sehr wenige Untersuchungen, weshalb wir uns freuen würden, wenn  möglichst viele Studierende der Martin-Luther-Universität an der Umfrage  teilnehmen, unabhängig davon, ob sie  Diskriminierungserfahrungen gemacht haben oder nicht.

Die  Umfrage ist anonym und dauert etwa 10 Minuten. Sie wird vom Institut  für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik durchgeführt  und von der Amadeu Antonio Stiftung finanziert. Wenn Sie Fragen oder  Feedback zur Umfrage haben, können Sie uns gerne unter kontaktieren.

Hier geht es zur Umfrage:

https://websz.uk-halle.de/limesurvey/index.php/433156?lang=de   


Dear students,

Discrimination  can have drastic effects on the people experiencing it. But even for  those not directly affected by discrimination, it can create an  atmosphere of uncertainty. We want to investigate how frequently  discrimination occurs within the context of our university, and what  forms of discrimination exist. At present, there are only few studies on  this subject in German speaking countries, and we invite all MLU  students to participate in our research. We would like to hear from you  regardless of whether  you have experienced discrimination yourself or  not.
This  survey is anonymous and will take approximately 10 minutes to complete.  This study is conducted by the Institute of Medical Epidemiology,  Biometry and Informatics with financial support from the Amadeu Antonio  Foundation. If you have any feedback or questions regarding this study,  please contact us at  .
Click here to participate in the English version of this survey:
https://websz.uk-halle.de/limesurvey/index.php/863933?lang=en   

Lesungen zu "Mutterschaft und Wissenschaft. Über die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit"

Im Verlauf des März finden drei weitere Lesungen zu der kürzlich veröffentlichten Publikation zu "Mutterschaft und Wissenschaft" statt.

Hier die Termine

In diesem Zusammenhang möchten wir gerne auf zwei Rezensionen zu "Mutterschaft und Wissenschaft" aufmerksam machen

Hier der Link zur Publikation

Workshop zum Thema Seximus im akademischen Arbeitsumfeld der Copenhagen Business School

Die Copenhagen Business School veranstaltet zum 8. März ein Symposium, das sich mit Sexismus in der Wissenschaft beschäftigt. Es wird über Anknüpfungspunkte an die #metoo Debatte diskutiert. Darüber hinaus beschäftigt sich das Symposium mit einem geplanten und sich schon in der Vorbereitung befindenden Handbuch, das Seximus am akademischen Arbeitsplatz thematisiert und durch eine Dikussionsrunde abgerundet wird.

#4GenderStudies - Wissen_schaf(f)t. Wessen Macht? Intersektionale Perspektiven auf Prekarität und Diskriminierung im Wissenschaftsbetrieb

#4GenderStudies

#4GenderStudies

#4GenderStudies

Gespräch im Rahmen des deutschlandweiten Aktionstags #4GenderStudies am 18.12.2020. Der Videomitschnitt     ist bis zum 31.12.2020 auf Youtube verfügbar.

Wir leben in einer Gesellschaft, die zutiefst von Diskriminierung durchzogen ist. Auch Wissenschaft ist als Teil dieser Gesellschaft nicht diskriminierungsfrei. Forschungsinstitutionen neigen dazu, die eigenen diskriminierenden Strukturen nicht in den Blick zu nehmen. Zwischen Exzellenz und Bestenauslese trägt der Mythos der Hochschule als ‘Enlightened Institution’ zur Individualisierung struktureller Probleme und zur Prekarisierung der wissenschaftlich Tätigen bei. Gleichzeitig kann wissenschaftliche Forschung diskriminierungskritisches Wissen produzieren und dazu beitragen, diskriminierende Verhältnisse abzubauen. Insbesondere die aus gesellschaftskritischen Bewegungen hervorgegangene Intersektionalitätsforschung leistet einen wichtigen Beitrag zur Analyse diskriminierender Strukturen, wird allerdings bisher noch zu wenig in der Wissenschaftsforschung aufgegriffen.

Gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen Dr. Denise Bergold-Caldwell (Marburg) und Prof. Dr. Katrin Pittius (Dresden) diskutieren die Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und gender*bildet der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wie diskriminierende Strukturen und Prekarisierungsprozesse innerhalb der vielfältigen Gruppe von Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase in intersektionaler Sicht betrachtet werden können. Welche Potenziale liegen in der Intersektionalitätsforschung, um diskriminierende Strukturen im Wissenschaftsbetrieb bzw. der Organisation Universität aufzuspüren und zu analysieren? Wie kann dieses Potenzial genutzt werden?  Welche Strategien bieten sich an, um Diskriminierung und Prekarisierung in den Karriereverläufen von Wissenschaftler*innen abzubauen?

Organisation von Gender- und Diversityreflektierenden Online-Konferenzen

Blog Beitrag im Diversity Dossier des Hochschulforums Digitalisierung

In diesem Beitrag    denken die Autor*innen darüber nach, wie Online-Konferenzen möglichst barrierearm gestaltet werden können und wie das Soziale in Online-Konferenzen abgebildet werden kann. Dieser Werkstattbericht ist ein ungewöhnliches Format für den Blog des Hochschulforums Digitalisierung. Wissenschaftler*innen die Fachkonferenzen ins Digitale verlegen, profitieren von den geteilten Erfahrungen und der Expertise aus dem Netzwerk Gender und Diversity in der Lehre   .

Mutterschaft und Wissenschaft. Über die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit

Mutterschaft

Mutterschaft

Mutterschaft

Online-Buchvorstellung
Mittwoch, 16. Dezember 2020
19:30–21:00 Uhr

Die drei Herausgeber*innen und 22 Autor*innen stellen das Buch bei einer digitalen Book Launch mit kleinen Leseproben vor. Dabei gibt es für alle Beteiligten, Autor*innen wie Gäste, die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen.

In dem Buch geht es um die gemeinsame Auslotung verschiedener Erfahrungen von privaten und professionellen Aspekten im Leben von (Nicht-)Müttern, die in der Wissenschaft tätig sind: „Denn das ist es, was uns auszeichnet: die sich gegenseitig ausschließenden Idealisierungen und Ideologisierungen beider Positionen. Nicht die Unvereinbarkeit der Tätigkeiten, sondern die Unvereinbarkeit der zwei sehr unterschiedlichen materiell-diskursiven Choreografien ist es, die (potentielle) Mutterschaft und Wissenschaft gegeneinander ausspielt.“ Das Spannungsfeld, in dem Wissenschaftler*innen leben, die auch (oder noch nicht oder nie) Mütter sind, ist komplex.

Während der Book Launch werden die Herausgeber*innen und Autor*innen mit Leseproben Einblick in das Buch geben, um dieses Spannungsfeld in einer anschließenden Diskussion auszuloten.

Anmeldung unter:

Gemeinsame Erklärung gegen Sexismus in der Wissenschaft

Sexistische Grenzüberschreitungen sind im Arbeitsalltag von  Wissenschaftler*innen keine Ausnahme. Sexismus und sexualisierte  Diskriminierung und Gewalt sind an deutschen Hochschulen – genauso wie  in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens – alltäglich. Davon  betroffen sind alle Status- und Beschäftigtengruppen, wobei  Abhängigkeitsverhältnisse und Hierarchien das Problem oftmals gravierend  verschärfen.

Auf gender.macht.wissenschaft    können sie/ihr die gemeinsam Erklärung gegen Sexismus in der Wissenschaft unterzeichnen/t. gender*bildet gehört mit zu den Initiator*innen und Erstunterzeichner*innen.

Wir freuen uns, wenn sie/ihr den Link verbreiten/t, um weitere
Unterzeichnungen zu sammeln und um auf die Möglichkeit aufmerksam zu
machen, Erfahrungen mit Sexismus in Form von Vignetten zu veröffentlichen.

gender*bildet auf dem blog interdisziplinäre geschlechterforschung

Wir freuen uns, dass der blog interdisziplinäre geschlechterforschung   ,  der Wissenschaftsblog des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW einen Beitrag über unser Projekt gender*bildet veröffentlicht hat.

Experimente lernen, Techniken tauschen. Ein spekulatives Handbuch

Booklaunch am Donnerstag 19.11.2020 von 20 bis 23 Uhr (online)

Das spekulative Handbuch bietet vielfältige Techniken für  ein radikales Lernen und Vermitteln. Es umfasst konkrete Anleitungen,  Erfahrungen und theoretische Überlegungen. Die Texte beteiligen sich an  der Konzeption einer Vermittlung, die das gemeinsame Experimentieren  (wieder) einführt.

Im Seminarraum, in Workshops, auf Festivals,  in Fluren, Parks und der Stadt finden Lernen und Verlernen statt. Texte  und Anleitungen u. a. zu: Filmessays, Collagen, Banküberfällen, der  Universität der Toten, wildem Schreiben, konzeptuellem speed Dating,  neurodiversem Lernen, Format-Denken, dem Theater der Sorge, dem  Schreiblabor, dem Körperstreik.

aus dem Inhalt:

Julia Bee, Gerko Egert:

Experimente lernen, Techniken tauschen.    

Social Muscle Club:

Wie den sozialen Muskel trainieren    

Feministische Gesundheitsrecherchegruppe (Inga Zimprich):

Körperstreik    

Erin Manning:

10 Propositionen für eine radikale Pädagogik, oder: Wie den    

Brian Massumi:

Kollektiver Ausdruck: Eine radikale Pragmatik    

Arpana Aischa Berndt, Maja Bogojević:

How to be an Ally? Gespräch über ein Format für rassismuskritische Lehre und aktiven Support    

Lena Eckert , Maja Linke:

Präludium zur Öffnung von Denkräumen – Kritische Lehre / Künstlerisches Forschen    

Forschungskolloquium Gender Studies

Das nächste Gender Kolloquium findet am Dienstag, den 24. November von 10:00 bis 12:00 Uhr statt.

In diesem Kolloquium  wollen wir uns über unsere laufenden  Forschungsprojekte im Rahmen der Gender und Queer Studies unterhalten  und unsere Arbeiten kritisch und  konstruktiv diskutieren. Das  Kolloquium ist offen für Master-Studierende, Doktorand*innen, Habilitand*innen und Professor*innen der Martin-Luther-Universität sowie für auswärtige Gäste, die zu Gender und Queer Studies forschen.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

Anmeldung, Lektüre und Information zum Ort bei:  

Digitalisierung und Lehre - Dossier

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Gender und Diversity in der Lehre    hat gender*bildet mehrere Blogbeiträge zur ad-hoc Digitialisierung der Lehre unter Gender und Diversity Aspekten    publiziert.

Beim Hochschulforum Digitalisierung    sind nicht nur diese Beiträge zu finden sondern auch weitere Dossiers zu unterschiedlichen Themen die Hochschule und Digitalisierung betreffend.

Forschungskolloquium Gender Studies

Das nächste Gender Kolloquium findet am Dienstag, den 6. Oktober von 10:00 bis 12:00 Uhr statt.

In diesem Kolloquium  wollen wir uns über unsere laufenden   Forschungsprojekte im Rahmen der Gender und Queer Studies unterhalten   und unsere Arbeiten kritisch und  konstruktiv diskutieren. Das   Kolloquium ist offen für Master-Studierende, Doktorand*innen, Habilitand*innen und Professor*innen der Martin-Luther-Universität sowie für auswärtige Gäste, die zu Gender und Queer Studies forschen.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

Anmeldung, Lektüre und Information zum Ort bei:  


Ringveranstaltung im Wintersemester 2020/21
SOLIDARITÄTEN

Ringveranstaltung im Wintersemester

Ringveranstaltung im Wintersemester

Ringveranstaltung im Wintersemester

In den letzten Monaten verzeichnen wir  so viele Krisenereignisse wie sie die jüngeren Generationen noch nicht  erlebt haben: die Corona-Pandemie, rassistische, antifeministische,  antisemitische und antimuslimische Gewalt und Morde, die Klimakrise,  drohende Bürger*innenkriege, das (wieder)erstarken autoritärer  Machthaber*innen in Europa und auf der ganzen Welt und, damit verbunden,  der Rückbau schwer erkämpfter sozialer Rechte. Die Liste lässt sich  fortsetzen.

In dieser Zeit gewinnen soziale Bewegungen wieder neue  Bedeutung und eröffnen neue Handlungsfenster. in den aufgezählten  Kontexten bilden bzw. verstärken sich lokale, nationale und globale  Bewegungen, in denen der Aufbau solidarischer Bündnisse ganz zentral  ist. Dabei werden auch wissenschaftliche Diskurse adressiert, vor allem  mit dem Anliegen, die Bedingungen dieser Bündnisbildung aufzuklären und  bestehende (soziale und nationale) Grenzen zwischen politischen  Aktivismen zu verschieben. Hier leisten queer-feministische und  intersektionale Bewegungen und Forschungen seit langem einen sehr  bedeutsamen Beitrag. Gleichzeitig bewegen sie sich im Spannungsfeld von  partikularen und universalistischen Perspektiven auf  Ungleichheitsverhältnisse, die die (Un)Möglichkeit politischer Bündnisse  entscheidend beeinflussen.

In der Ringveranstaltung stellen wir dieses Spannungsfeld zentral und betrachten drei verschiedene Ebenen:

  • historisch-theoretische Perspektiven
  • queerfeministische und intersektionale Perspektiven auf aktuelle Solidaritätsdebatten in verschiedenen Feldern (Corona-Krise, Fluchtmigration, Rassismus, Ableismus, auch mit Blick auf die jeweiligen Handlungsfelder)
  • praktische Solidaritäten in Wissenschaft und Gesellschaft

Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt.

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Interessierte, die sich nicht über Stud.IP in die Veranstaltung eintragen können, melden sich bitte per an. Sie erhalten anschließend die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

PROGRAMM

26.11. 9:30-12:30 Auftaktveranstaltung: SOLIDARITÄTEN. Ein feministisches Gespräch über die Gegenwart (zugleich Online Veranstaltung des Landesweiten Tags der Genderforschung in  Sachsen-Anhalt)

8.12. 16:00-18:00 Elisabeth Voß (Berlin): Kultur der Kooperation – Herausforderungen solidarischen Wirtschaftens

15.12 16:00-18:00 Jana Günther (Darmstadt): "Wohltaten behaltet für euch." Konflikte, Brüche und Solidaritäten in den ersten Frauenbewegungen

5.1. 16:00-18:00 Maja Linke (Bremen): Unsolide Solidaritäten in Kunst und Kunstvermittlung

12.1. 16:00-18:00 Johanna Leinius (Kassel): Feministische Solidarität als Kosmopolitik

19.1. 16:00-18:00 Brigitte Bargetz (Kiel): Solidarität! Aber wie? Ein Blick in die feministische Werkzeugkiste

9.2. 16:00-18:00 Christine Klapeer (Göttingen): Solidarität als „burden of the fittest“?  Homotransnationalismus, Entwicklungspolitik und die (Un-)Möglichkeit  transnationaler queerer Solidarität


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