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Online-Ringveranstaltung: Das Verhältnis von Rassismus und Feminismus weiterdenken // Wintersemester 2022/23

Längst sprechen wir über Feminismen in der Mehrzahl. Aber kann der Dominanzanspruch eurozentrischer Perspektiven in feministischen Bewegungen deshalb als überwunden gelten? Was ist notwendig, um eine globale Perspektive auf die vielfältigen Lebenswelten von FLINTA+-Personen einnehmen zu können? Welche Perspektiven existieren bereits und bereichern die Debatte? Welche Gegenbewegungen gibt es und wie können wir diesen entgegenwirken? Und welche neuen Fragen stellen sich im Kontext der aktuellen Kriegs- und Krisenereignisse?

In unserer diesjährigen Ringveranstaltung untersuchen wir den Stellenwert unterschiedlicher Rassismen in feministischen Bewegungen. Zu Gast sind u.a. Melina Morr de Pérez, Gundula Ludwig, Nivedita Prasad, Dilar Dirik, Denise Bergold-Caldwell, Anna Sabel und Özcan Karadeniz. Sie alle sind Forsch*erinnen, Praktik*erinnen und Aktiv*istinnen.

In einem ersten Block versammeln wir Analysen zur Geschichte und Gegenwart feministischer Bewegungen aus intersektionaler und de_konstruktivistischer Perspektive. In einem zweiten Teil thematisieren wir antirassistische, (queer)feministische Aktivismen und Initiativen und sprechen in unterschiedlichen Formaten mit Aktiv*istinnen Schwarzer, kurdischer und muslimischer Bewegungen über ihre Lebensrealitäten und ihre Kämpfe. Immer im Fokus sind neue Erfahrungen und Sichtweisen, die sich in Zeiten der Klimakrise, Krieg und Fluchtmigration ergeben.

Die Veranstaltung findet mit wenigen Abweichungen 14tägig an Dienstagen statt. Stud*entinnen und Mitarbeit*erinnen der MLU können die Veranstaltung im StudIP belegen und erhalten darüber die Zugangsdaten. Alle anderen Interessierten sind ebenfalls herzlich willkommen.

Für Stud*entinnen und Gasthör*erinnen der MLU ist die Ringveranstaltung als ASQ und für das Zertifikat Gender Studies anrechenbar.

aktuelle Termine:

Di, 1.11.2022, 18-20: Melina Morr de Pérez: Black gay/lesbian thought - Audre Lordes politische Philosophie (online)

Mi, 16.11.2022, 18-20: Gundula Ludwig: Multiple Krisen und ihre Verdichtungen. Feministische Gegenwartsdiagnosen (Vortrag im Rahmen des Landesweiten Tags der Genderforschung Sachsen-Anhalt   ) (online)

Do, 17.11.2022, 18-20: Podiumsdiskussion: Konflikte, Krisen, Kriege. Feministische Perspektiven & Positionierungen (im Rahmen des Landesweiten Tags der Genderforschung Sachsen-Anhalt    mit Sheena Anderson, Tine Haubner und Katharina Warda, in Präsenz an der OvGU Magdeburg und im Livestream)

Di, 13.12.2022: Nivedita Prasad, 18-20: Feminismen of Color in Deutschland

Mi, 14.12.2022, 18-20: Iris und Lena vom Herausgeb*erinnenkollektiv des Andrea-Wolf-Instituts: Wir wissen, was wir wollen. Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien (Präsenz, HS A im Melanchthonianum, Universitätsplatz) in Kooperation mit der Diversity-Buchhandlung Kohsie   

Di, 10.1.2023, 18-20: Dilar Dirik: Die kurdische Frauenbewegung. Selbstbestimmung vom eigenen Körper bis zur Weltpolitik

Mo, 16.1.2023, 18-20: Denise Bergold-Caldwell: Schwarze Weiblichkeiten (AT)

Di, 24.1.2023, 18-20: Anna Sabel und Özcan Karadeniz: Antmuslimischer Rassismus und soziale Bewegungen (AT)

Das Programm kann noch aktualisiert werden.

Bitte melden Sie sich für die Teilnahme an der Ringveranstaltung per Email an: gender.bildet@uni-halle.de. Bitte verwenden Sie die Betreffszeile Anmeldung Ringveranstaltung.

Workshopreihe: Das Verhältnis von Feminismus und Rassismus weiterdenken

Längst sprechen wir über Feminismen in der Mehrzahl. Aber kann der Dominanzanspruch eurozentrischer Perspektiven in feministischen Bewegungen deshalb als überwunden gelten? Was ist notwendig, um eine globale Perspektive auf die Lebenswelten von FLINTA+-Personen einnehmen zu können? Welche Perspektiven existieren bereits und bereichern die Debatte? Welche Gegenbewegungen gibt es und wie können wir diesen entgegenwirken?

Diesen Fragen wollen wir uns in unserer Workshopreihe annähern. In drei halbtägigen Veranstaltungen, die im Laufe des Wintersemesters 2021/22 stattfinden, betrachten wir den Stellenwert von anti-muslimischem Rassismus in feministischen Bewegungen und diskutieren (mit) Theorien und Aktiv*istinnen des islamischen Feminismus. Darüber hinaus werden wir die feministische Revolution in Rojava und die Rolle der Jineologî thematisieren (1). Nicht zuletzt geht es uns auch darum, unsere eigenen (vornehmlich weißen) Positionierungen zu reflektieren und für den Austausch fruchtbar zu machen.

Herzlich eingeladen sind Lehrende, Mitarbeit*erinnen und Stud*entinnen der MLU und weitere Interessierte, die Lust haben, in einer kooperativen Form an verschiedenen Themen zu arbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in die nächste Ringvorlesung von gender*bildet einfließen, die voraussichtlich im Jahr 2022 stattfinden wird.

(1) "Jin" bedeutet in der direkten Übersetzung "Frau", jedoch ist die Vorstellung dieser Kategorisierung eine andere als die im westlich-dominanten Gendersystem Mitteleuropas. Deshalb verwenden wir, um Irritationen vorzubeugen, den Begriff "Jin" durchgängig. Die Jineologî beschreibt die kurdische feministische Freiheitsbewegung.

Workshop am 28. September 2021, 12:00-17:00 Uhr: Einführung in die Realität des islamischen Feminismus und Umgang mit Rassismus in (Lehr-)Veranstaltungen

Workshopreihe im WS 2021/22

Workshopreihe im WS 2021/22

Workshopreihe im WS 2021/22

Wir lernen im Workshop die Grundlagen islamischer und muslimischer Feminismen kennen. Welche Positionen und Debatten gibt es? Welche Widerstände entstehen? Wie können weiß positionierte Personen einen angemessenen Umgang mit Begriffen, Themen und Fragen finden? Außerdem wollen wir uns darauf vorbereiten, auf rassistische Äußerungen angemessen zu reagieren und diese anschließend gemeinsam aufzuarbeiten. Wir wollen fragen, wie eine angemessene Aufarbeitung in einem Lehrzusammenhang stattfinden kann, ohne die rassistischen Vorkommnisse zu re_produzieren und Betroffene auf solidarische Weise zu unterstützen.

Diese Fragen bearbeiten wir gemeinsam mit den Refer*entinnen Sultan Unvar und Mandana Uriep.

Der Workshop ist der erste in der insgesamt dreiteiligen Workshopreihe zum Thema Rassismus und Feminismus weiter-denken. Die Ergebnisse werden in die nächste Ringvorlesung von gender*bildet einfließen, die voraussichtlich im Jahr 2022 stattfinden wird.

Alle Workshops finden online auf webex statt. Die Zahl der Teilnehm*erinnen ist jeweils auf 15 Personen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis zum 24.9.2021 unter .

Workshop am 20. Mai 2022, 10:00-15:00: Intersektionale Perspektiven auf Erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus

Intersektionale Perspektiven auf erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus © mara david

Intersektionale Perspektiven auf erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus © mara david

Intersektionale Perspektiven auf erscheinungsformen antimuslimischen Rassismus © mara david

Refer*entinnen:

Anna Sabel, Leiterin im Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit und des Projekts „(Un)Sichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft“ (Verband binationale Familien und Partnerschaften Leipzig e.V.)

Mehmet Arbag, Mitarbeiter im Projekt „(Un)Sichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft“ (Verband binationale Familien und Partnerschaften Leipzig e.V.)

Im Workshop nähern wir uns dem gesellschaftlich immer noch verunsichtbarten Phänomen des antimuslimischen Rassismus und damit verbundenen Prozessen der “Veranderung” an. Wir beschäftigen uns mit Begriffen wie “Ethnosexismus” (Dietze) und “Rassismus ohne Rassen” (Balibar) und betrachten antimuslimischen Rassismus in seiner Verflechtung mit anderen Diskriminierungsformen. Wir diskutieren die Dimensionen und Auswirkungen des strukturellen antimuslimischen Rassismus. Die Veranstaltung beinhaltet einen offenen Impuls mit interaktiven Anteilen.

Der Workshop ist der zweite einer insgesamt dreiteiligen Workshopreihe zum Thema “Rassismus und Feminismus weiter-denken” von gender*bildet. Die Ergebnisse werden in die nächste Ringvorlesung von gender*bildet einfließen, die im WS 2022/23 stattfinden wird.

Dokumentation

Wenn Sie mehr erfahren wollen über die  Verknüpfungen von Gender und race in antimuslimischen Adressierungen in den Medien; wie der Islam als Feindbild in westlichen Diskursen produziert wird; über Erfahrungen, die muslimisch gelesene Personen in Deutschland machen oder über widerständige Bewegungen und Aktionen, dann lohnt es sich, in den unten verlinkten Materialien zu stöbern. Sie erwartet eine Vielfalt an Interviews, Büchern und Filmen.


Picture a Scientist - Film (31. Mai bis 1. Juni 2021) und Online-Podiumsgespräch (2. Juni 2021)

31. Mai, 12:00 – 1. Juni 2021, 12:00
Film: Picture a Scientist

Regie: Ian Cheney/Sharon Shattuck
USA, 2020, Sprache: Englisch (OmU)

Wer macht eigentlich Wissenschaft? Und weshalb ist es in unserer Vorstellung immer noch „der Wissenschaftler“? In Picture a Scientist nehmen sich eine weiße Biologin, eine Schwarze Chemikerin und eine weiße Geologin dieser Fragen an und führen das Publikum auf eine Reise durch die Erfahrungen ihrer akademischen Laufbahn – als Frauen in der Wissenschaft. In ihren Karrieren sind sie von Beginn an Diskriminierungen und Gewalt ausgesetzt. Die Wissenschaftlerinnen müssen einen stetigen Kampf um Anerkennung, Respekt und Gleichberechtigung  führen.

Der Dokumentarfilm gibt aber auch Hoffnung, denn er erzählt eine Geschichte von Stärke und Solidarität, von mutigen Wissenschaftlerinnen, die sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr setzen und einen weltweiten Diskurs des Wandels und der Gleichberechtigung ins Rollen bringen. In futuristischen Laboratorien und auf spektakulären Schauplätzen der Feldarbeit macht er deutlich, von welch unschätzbarem Wert die Arbeit von Forscherinnen ist und wie sich die Wissenschaft durch systematische und strukturelle Umwälzungen zum Besseren bewegen lässt – für eine Welt, in der Mädchen ihren Traum vom Forschen verwirklichen können, für eine Welt voller Biologinnen, Astronautinnen, Chemikerinnen und Mathematikerinnen.

Trailer & mehr   

Die  Teilnahme am Film ist nur nach persönlicher Anmeldung und nur für Mitglieder und Angehörige der MLU möglich. Die Teilnahme ist auf maximal 100 Personen beschränkt. Die verbindliche Anmeldung erfolgt bis zum 21. Mai 2021 via Mail an

Jede  angemeldete Person erhält einen personalisierten Link, um den Film im Vorfeld der Diskussion anzuschauen. Dieser Link ist 48 h lang – von  Sonntag, dem 30.5.2021, 12:00 bis Dienstag, den 1. Juni 2021 12:00 –  gültig, sodass frei gewählt werden kann, wann der Film innerhalb dieses  Zeitraumes geschaut wird.

Da pro Link Kosten für die Veranstalterinnen anfallen, bitten wir Sie, sich nur für den Film  anzumelden, wenn Sie diesen auch innerhalb der 48h anschauen können. Sollten Sie sich angemeldet haben und doch nicht können, melden Sie sich  bitte rechtzeitig wieder ab.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und dem Gleichstellungsbüro statt.

02. Juni 2021, 17–19 Uhr:
Podiumsgespräch: Picture a Scientist@MLU. Diskriminierungserfahrungen & Empowerment von Wissenschaftlerinnen in MINT-Fächern

Als gesellschaftliche Institutionen sind an Hochschulen und Universitäten sexistische, rassistische und sexualisierte Diskriminierung und Gewalt genauso ein Thema wie in anderen Bereichen. Ihre machtvolle Position und ihr Ruf als ‚Enlightened Institution‘ machen es häufig besonders schwer, Fälle von Diskriminierung und Gewalt zu erkennen, zu benennen und als strukturelle Phänomene zu analysieren. Der Film Picture a Scientist nimmt eine solche Strukturanalyse – den berühmten MIT-Report ‚A Study on the Status of Women Faculty in Science at MIT‘ (1999) auf eindringliche Weise zum Anlass, Fälle von sexistischer, sexualisierter und rassistischer Diskriminierung und Gewalt in MINT-Fächern an US-amerikanischen Universitäten aufzuzeigen und zugleich mit Formen der Solidarität und des Empowerments Hoffnung und Mut zu machen.

Im Jahr 2020 führte die MLU eine Themenwoche unter dem Titel #MeToo in der Wissenschaft?! durch. Unsere Veranstaltung knüpft hier an und richtet einen besonderen Fokus auf MINT-Fächer. In einer offenen Diskussionsrunde kommen Disku*tantinnen aus den Geistes- und Naturwissenschaftlichen Fakultäten der MLU miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch. Ausgehend von dem Film und eigenen Erfahrungen im Zuge ihrer Tätigkeiten an der Universität, nehmen sie Stellung zu fachspezifischen, intersektionalen Diskriminierungs- und Gewaltstrukturen und berichten von erfahrenen und beobachteten Solidarisierungen, Strategien, Handlungsmöglichkeiten und Protesten.

Die Veranstaltung richtet sich an Stud*entinnen und Mitarbeit*erinnen der MLU. Sie eröffnet einen Raum, eigene Erfahrungen, strukturelle Diskriminierungen im Wissenschaftssystem, aber auch Handlungs- und Veränderungssoptionen zu benennen. Dabei werden wir die Lehre als die Schnittstelle, an der Stud*entinnen und Lehrende der Universität zusammenkommen, besonders in den Fokus nehmen.

Auf dem Podium diskutieren:

– Prof.in Dr.in Maja Schachner
Sie ist seit April 2020 Professorin für Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Sozialisation und Kultur an der MLU. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich damit, wie Schulen mit kultureller Vielfalt umgehen und wie Schül*erinnen mit unterschiedlichen familiären Herkunftskulturen in der Schule ein Gefühl der Zugehörigkeit erleben und ihr volles Potential entfalten können.

– Lina Alhaddad
Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Sozialisation und Kultur der MLU. Sie promoviert an der FU Berlin und forscht zu psychischer Gesundheit von geflüchteten Jugendlichen. Sie hat ihre Master in Kyoto Universität -  Japan studiert und ihr Bachelor in Psychologie mit dem Schwerpunkt  Beratungspsychologie in Damaskus Universität - Syrien studiert.

– Christiane Dethloff
Sie  hat ihren Bachelor of Engineering an der HTWK Leipzig absolviert und studiert aktuell an der MLU im Masterstudiengang Erneuerbare Energien. In diesem fächerübergreifenden Master, der sowohl Physik, Chemie, Ingenieurswesen als auch ein bisschen Wirtschaft beinhaltet, schreibt  sie gerade ihre Masterarbeit in der Fachgruppe für Photovoltaik.

– Dr. Imke Toborg
Sie ist Mathematikerin und hat Schuhgröße 38 2/3. Mit einer 1,5-jährigen Unterbrechung ist sie seit März 2010 an der MLU beschäftigt, ursprünglich kommt sie aus Norddeutschland.

– Kristin Leimer
Kristin ist wissenschaftliche Koordinatorin der International Graduate School "Functional Polymers" an der MLU. Sie hat Geographie an der MLU studiert und anschließend im Rahmen Ihrer Promotion am Leibniz-Insitut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) gearbeitet, wo sie mehrere Jahre stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte war. Momentan koordiniert sie die internationale Gradiertenschule AGRIPOLY-Functional Polymers und ist zudem seit Anfang Mai Koordinaorin für den Bereich Chancengleichheit am IAMO.

Zum Ende meines Studiums sprachen wir wochenlang über das potentielle Projekt für die Promotion. Das Vorstellungsgespräch sollte nur eine Formsache sein. Als ich meinem Professor sagte, dass ich schwanger bin, meinte er: "Damit ist Ihre Karriere vorbei."

Die Teilnahme an der Diskussion ist nur nach persönlicher Anmeldung und nur für Mitglieder und Angehörige der MLU möglich. Die Diskussion wird nicht aufgezeichnet und von erfahrenen Moderat*orinnen begleitet. Im Vorfeld wird ein Teilnahmevorbehalt bekanntgegeben und ggf. vom Hausrecht Gebrauch gemacht. Die verbindliche Anmeldung erfolgt bis zum 21. Mai 2021 via Mail an

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und dem Gleichstellungsbüro statt.

#4GenderStudies - Wissen_schaf(f)t. Wessen Macht? Intersektionale Perspektiven auf Prekarität und Diskriminierung im Wissenschaftsbetrieb

#4GenderStudies

#4GenderStudies

#4GenderStudies

Gespräch im Rahmen des deutschlandweiten Aktionstags #4GenderStudies am 18.12.2020. Der Videomitschnitt     ist bis zum 31.12.2020 auf Youtube verfügbar.

Wir leben in einer Gesellschaft, die zutiefst von Diskriminierung durchzogen ist. Auch Wissenschaft ist als Teil dieser Gesellschaft nicht diskriminierungsfrei. Forschungsinstitutionen neigen dazu, die eigenen diskriminierenden Strukturen nicht in den Blick zu nehmen. Zwischen Exzellenz und Bestenauslese trägt der Mythos der Hochschule als ‘Enlightened Institution’ zur Individualisierung struktureller Probleme und zur Prekarisierung der wissenschaftlich Tätigen bei. Gleichzeitig kann wissenschaftliche Forschung diskriminierungskritisches Wissen produzieren und dazu beitragen, diskriminierende Verhältnisse abzubauen. Insbesondere die aus gesellschaftskritischen Bewegungen hervorgegangene Intersektionalitätsforschung leistet einen wichtigen Beitrag zur Analyse diskriminierender Strukturen, wird allerdings bisher noch zu wenig in der Wissenschaftsforschung aufgegriffen.

Gemeinsam mit den Wissenschaft*lerinnen Dr. Denise Bergold-Caldwell (Marburg) und Prof. Dr. Katrin Pittius (Dresden) diskutieren die Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und gender*bildet der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wie diskriminierende Strukturen und Prekarisierungsprozesse innerhalb der vielfältigen Gruppe von Wissenschaft*lerinnen in der Qualifikationsphase in intersektionaler Sicht betrachtet werden können. Welche Potenziale liegen in der Intersektionalitätsforschung, um diskriminierende Strukturen im Wissenschaftsbetrieb bzw. der Organisation Universität aufzuspüren und zu analysieren? Wie kann dieses Potenzial genutzt werden? Welche Strategien bieten sich an, um Diskriminierung und Prekarisierung in den Karriereverläufen von Wissenschaft*lerinnen abzubauen?

Ringveranstaltung im Wintersemester 2020/21
SOLIDARITÄTEN

[Solidaritäten] Elisabeth Voß: Kultur der Kooperation – Herausforderungen solidarischen Wirtschaftens from Gender Bildet on Vimeo.

Wir freuen uns über den spannenden Vortrag als
Teil der Ringvorlesung SOLIDARITÄTEN. Hier die
Aufzeichnung des Vortrags von Elisabeth Voß! Viel
Spaß beim ansehen

Ringveranstaltung im Wintersemester

Ringveranstaltung im Wintersemester

Ringveranstaltung im Wintersemester

Anmerkung: Interessierte, die sich nicht über Stud.IP in die Veranstaltung eintragen können, melden sich bitte per an. Sie erhalten anschließend die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

In den letzten Monaten verzeichnen wir  so viele Krisenereignisse wie sie die jüngeren Generationen noch nicht  erlebt haben: die Corona-Pandemie, rassistische, antifeministische,  antisemitische und antimuslimische Gewalt und Morde, die Klimakrise,  drohende Bürg*erinnenkriege, das (wieder)erstarken autoritärer  Machthab*erinnen in Europa und auf der ganzen Welt und, damit verbunden,  der Rückbau schwer erkämpfter sozialer Rechte. Die Liste lässt sich  fortsetzen.

In dieser Zeit gewinnen soziale Bewegungen wieder neue  Bedeutung und eröffnen neue Handlungsfenster. in den aufgezählten Kontexten bilden bzw. verstärken sich lokale, nationale und globale  Bewegungen, in denen der Aufbau solidarischer Bündnisse ganz zentral ist. Dabei werden auch wissenschaftliche Diskurse adressiert, vor allem  mit dem Anliegen, die Bedingungen dieser Bündnisbildung aufzuklären und  bestehende (soziale und nationale) Grenzen zwischen politischen Aktivismen zu verschieben. Hier leisten queerfeministische und intersektionale Bewegungen und Forschungen seit langem einen sehr bedeutsamen Beitrag. Gleichzeitig bewegen sie sich im Spannungsfeld von partikularen und universalistischen Perspektiven auf  Ungleichheitsverhältnisse, die die (Un)Möglichkeit politischer Bündnisse entscheidend beeinflussen.

In der Ringveranstaltung stellen wir dieses Spannungsfeld zentral und betrachten drei verschiedene Ebenen:

  • historisch-theoretische Perspektiven
  • queerfeministische und intersektionale Perspektiven auf aktuelle Solidaritätsdebatten in verschiedenen Feldern (Corona-Krise, Fluchtmigration, Rassismus, Ableismus, auch mit Blick auf die jeweiligen Handlungsfelder)
  • praktische Solidaritäten in Wissenschaft und Gesellschaft

Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt.

hier geht es zur Stud.IP-Veranstaltung


PROGRAMM

26.11. 9:30-12:30 Auftaktveranstaltung: SOLIDARITÄTEN. Ein feministisches Gespräch über die Gegenwart (zugleich Online Veranstaltung des Landesweiten Tags der Genderforschung in  Sachsen-Anhalt)

8.12. 16:00-18:00 Elisabeth Voß (Berlin): Kultur der Kooperation – Herausforderungen solidarischen Wirtschaftens

15.12 16:00-18:00 Jana Günther (Darmstadt): "Wohltaten behaltet für euch." Konflikte, Brüche und Solidaritäten in den ersten Frauenbewegungen

5.1. 16:00-18:00 Maja Linke (Bremen): Unsolide Solidaritäten in Kunst und Kunstvermittlung

12.1. 16:00-18:00 Johanna Leinius (Kassel): Feministische Solidarität als Kosmopolitik

19.1. 16:00-18:00 Brigitte Bargetz (Kiel): Solidarität! Aber wie? Ein Blick in die feministische Werkzeugkiste

9.2. 16:00-18:00 Christine Klapeer (Göttingen): Solidarität als „burden of the fittest“?  Homotransnationalismus, Entwicklungspolitik und die (Un-)Möglichkeit transnationaler queerer Solidarität

Workshop: Heteronormativitätskritische Bildung: Erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven

flyer einladung workshop

flyer einladung workshop

flyer einladung workshop

30.10.2020, 11:00-14:30 Uhr, Franckesche Stiftungen, Haus 31

Schule ist ein Ort, der in hohem Maß von heteronormativen Strukturen  geprägt ist: Während „schwul“ eines der gebräuchlichsten Schimpfwörter  auf deutschen Schulhöfen ist, herrscht unterrichtlich in der Regel  beredtes Schweigen. Dazu tragen nicht nur exkludierende Lehrpläne und  Schulmedien bei, es mangelt auch an der Kenntnis über die entsprechenden  fachdidaktischen Möglichkeiten und Konzepte. Lehr*erinnenbildende  Hochschulen und Universitäten vermitteln selten explizites Wissen über  LGBTIQ* und ihre Lebenswirklichkeiten, noch werden in  fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kontexten LGBTIQ*  thematisiert. Damit setzen Hochschulen das Schweigen des Bildungssystems  fort, fördern es gleichzeitig und machen einen Teil der Schül*erinnen  und Stud*entinnen unsichtbar.

Um diesem – auch aus der Perspektive des Inklusionsgebots  problematischen – Zusammenhang zu begegnen, veranstaltet gender*bildet  in Kooperation mit Dr. Astrid Henning-Mohr, MLU (Fachwissenschaft/Fachdidaktik Deutsch), Dr. Klemens Ketelhut,  Pädagogische Hochschule Heidelberg (Erziehungswissenschaft), Prof. Dr.  Michael Ritter, MLU (Fachwissenschaft/Fachdidaktik Deutsch) und Dr. Dayana Lau, MLU (Erziehungswissenschaft) einen Workshop, der sich mit der Frage befasst, wie in Schule und Unterricht ein professioneller und  kompetenter Umgang mit den Lebenswelten von LGBTIQ* entwickelt und  angeboten werden kann.

Inhaltlich werden dabei folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Welche heteronormativitätskritischen Perspektiven können auf Schule als sozialer Ort der Bildung entwickelt werden?
  • Welche Möglichkeiten bieten dabei die  Auseinandersetzungen mit Wissen aus den zentralen Bezugskontexten der Lehrkräftebildung, der Erziehungswissenschaft und der     Fachdidaktik/Fachwissenschaft?
  • Wie kann (Kinder- und Jugend-)Literatur zur Identifikation und Reflexion von heteronormativen und  heteronormativitätskritischen Perspektiven beitragen?

Es werden zu beiden Bezugskontexten kurze Inputs der  Refer*entinnen stattfinden. Im Anschluss werden dezentral in kleinen  Arbeitsgruppen Arbeitsmaterialien beleuchtet bzw. unterschiedliche  Handlungsmöglichkeiten besprochen und in einem abschließenden Plenum  vorgestellt und diskutiert. Zielgruppen sind primär Stud*entinnen des  Lehramts und der Erziehungswissenschaften, Lehrende und Praktik*erinnen.

Die Veranstaltung wird voraussichtlich in Präsenz im Haus 31 der  Franckeschen Stiftungen stattfinden. Die Teilnehm*erinnenzahl ist daher  begrenzt.

Anmeldung bitte bis spätestens zum 16.10.2020 per Email unter Angabe der Kontaktdaten an


Online-Workshop "Handlungsoptionen in Lehrveranstaltungen" im Rahmen der Themenwoche zu sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Wissenschaftsinstitutionen

30.09.20 11:00 – 13:00 Uhr

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) veranstaltet unter dem Titel "MeToo in der Wissenschaft?!" eine Themenwoche zu sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Wissenschaftsorganisationen. Sie findet vom 28. September bis zum 6. Oktober 2020 überwiegend digital statt und greift ein Thema auf, das in öffentlichen Diskursen selten vorkommt und vielen Tabus unterliegt.

Die Mitarbeiterinnen Lena Eckert und Louisa Hofmann von gender*bildet moderieren einen Workshop in dem verschiedene Handlungsoptionen in Lehrveranstaltungen erarbeitet werden.

Symposium: Gender und Macht in der Wissenschaft IV
09./10. September 2020.
Stiftung Leucorea, Lutherstadt Wittenberg


Zum vierten Mal fand das Symposium Gender und Macht in der Wissenschaft an der MLU/Leucorea statt. Wie vorher auch schon wurde in Kooperation mit Kolleg*innen der Universitäten Erfurt und Bremen, der Leuphana Universität sowie der Viadrina Universität Frankfurt Oder als auch einer Vertreterin der Polizei aus dem Landkreis Thüringen zusammengearbeitet. Unser Thema der Machtgefüge an der Hochschule wurde diesmal in Hinblick auf sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen konkretisiert. Und diesmal  wurde ein Offener Brief formuliert, finalisiert und zur Veröffentlichung freigegeben. Wiederum wurden neben dieser andere Möglichkeiten der kollektiven Wehrhaftigkeit diskutiert sowie konkrete Methoden in den Fokus gerückt. Neben dem Ansatz der Solidarisierung mit nicht-privilegierten Personen im Hochschul- und Wissenschaftsbetrieb wurden diesmal neue Aspekte, die sich vor allem durch die Corona-Krise intensiviert und herauskristallisiert haben, diskutiert


Netzwerktreffen Gender und Diversity in der Lehre.
MLU meets FernUni Hagen
Online 04.04.2020.

Das Netzwerk Gender und Diversity in der Lehre    ist mit mehr als 100 Mitgliedern sehr aktiv und trifft sich zweimal jährlich an unterschiedlichen Standorten. Vom Projekt gender*bildet wurde das Treffen im Frühjahr 2020 an der MLU durchfgeührt. Aufgrund der Corona-Krise war Mitte März klar, dass das Treffen mit mehr als 30 angemeldeten Teilnehmer*innen nicht in Präsenz stattfinden kann. Im Netzwerk ist eine große Bandbreite an Expert*innen aus den Bereichen Gender und Diversity in Hochschule und Lehre versammelt. Die Zusammenarbeit ist geprägt durch eine sehr kollegiale Atmosphäre und eine große Bereitschaft, Materialien und Expertisen zu teilen.

Kolleg*innen der Fern Uni Hagen haben sich spontan als Kooperationspartnerin angeboten und in einem gemeinsamen Kraftakt wurde das Treffen ad-hoc in ein Online-Format überführt. Die geplanten Inhalte wurden zum einen, von der Situation inspiriert, verändert und zum anderen als Reaktion und in Hinsicht auf Unterstützungs- und Reflektionsaspekte hin ausgebaut.  Als Einstieg  wurde ein Vortrag zu Trans*, inter*, nicht-binär-klusive Hochschulen: Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen und Materialien “ gehalten. Eine AG zu Digitale Tools ausprobieren und eine AG  zu E-Learning-Module zu Gender & MINT folgten. Diese Beiträge wurden durch eine AG zu Open Educational Resources zu Gender und Diversity in der Lehre und einem Austausch zu Folgen der ad-hoc-Digitalisierung für gender- und diversitätsbewusste Lehre ergänzt. Im Nachgang des Treffens formierten sich AGs, die Publikationen in Form eines Werkstattberichts über das Treffen und seine Ad-hoc Digitalisierung und einer Handreichung zu Gender und Diversity in der Digitalen Lehre erstellten. Diese Publikationen sind auch über diese Website oder auf Hochschulforum Digitalisierung    zu finden.

Symposium: Gender und Macht in der Wissenschaft III
19./20. Februar 2020.
Stiftung Leucorea, Lutherstadt Wittenberg

Dieses Symposium fand bereits zum dritten Mal an der MLU/Leucorea statt. Diesmal in Kooperation mit Dr. Maja Linke vom Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik der Universität Bremen. Unser Thema der Machtgefüge an der Hochschule wurde wiederum aus unterschiedlichen queer-feministischen Perspektiven thematisiert. Wieder wurden Möglichkeiten einer Artikulation der Beziehungsgeflechte unter Gender-Aspekten jenseits eines Kompensationscoachings diskutiert, aber diesmal auch das Vorgehen gegen eindeutig sexistische Übergriffe durch Vorgesetzte an der Hochschule. Es wurden Möglichkeiten der kollektiven Wehrhaftigkeit diskutiert sowie konkrete Methoden eines Vorgehens gegen diese in den Fokus gerückt. Wiederum wurden hierarchie- und machtkritische Denk- und Reflexionskultur in das Zentrum der Diskussion gestellt. Diesmal wurde zudem Praxis der Demokratiepädagogik Betzavta gemeinsam erprobt und kritisch reflektiert.

Evaluation der Convention KI und Wir*

Im November 2019 fand in Magdeburg die Convention KI und Wir* statt. In diesem Rahmen beschäftigten Workshops, Vorträge und Experimente sich mit den Auswirkungen technischer Neuerungen auf das Themenfeld gender. gender*bildet hat die Meinungen, Kritiken und Anregungen der Besucher*innen gesammelt. Die Ergebnisse dieser interaktiven Evaluation sind in dem unten stehenden Dokument zusammengefasst.

Auswertung der Convention als PDF-Dokument.
30.04.evaluation_final_mini.pdf (4,9 MB)  vom 09.07.2020

Ringveranstaltung im Wintersemester 2019/20: "ZUKUNFT, UTOPIE UND FEMINISMEN"

Zukunft, Utopie und Feminismen

Zukunft, Utopie und Feminismen

Zukunft, Utopie und Feminismen

Feministischen Bewegungen wohnt ein Moment des Utopischen inne. Dabei  arbeiten sie sich an Krisendiagnosen ab und entwickeln Zukunftsvisionen,  stoßen dabei aber auch auf Grenzen. Auch feministische Forschung und  Lehre beschränken sich nicht darauf, den Status quo zu untersuchen,  sondern wollen eine Zukunft gestalten, die nicht vom Kampf um  ökonomische, kulturelle und soziale Güter geprägt und nicht von  menschgemachten Krisen bedroht ist.
Gerade vor dem Hintergrund beschleunigter gesellschaftlicher  Entwicklungen rücken spezifische Themen (wieder) in den Fokus der  feministischen Forschung. Schwerpunkte finden sich dabei in den  Bereichen Technikforschung, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung,  aber auch in Thematisierungen der Zukunft von Arbeit, Kunst und  Wissenschaft.
In unserer Ringveranstaltung wollen wir uns feministischen Analysen in  den genannten Bereichen zuwenden. Und wir wollen noch einen Schritt  weiter gehen und fragen: Wie wollen wir die Zukunft gestalten? Dazu soll  die Veranstaltungsreihe Denk-Räume eröffnen, sich mit feministischen  Utopien in Literatur, Film und Kunst auseinandersetzen und Räume der  eigenen Visions-Produktion eröffnen. Nicht zuletzt wollen wir auch die  Konventionen akademischer Lehre hinterfragen, neue Impulse in den Blick  nehmen und in innovativen Formaten der Reihe umsetzen. Hierbei wollen  wir insbesondere feministischen Ideen, Positionen und Ansätzen Raum  geben, die Potenziale identifizieren, Unverhofftes denken und   Interventionen gestalten – sich dem Utopischen annähern.


Symposium: Gender und Macht in der Wissenschaft II
2./3. September 2019
Stiftung Leucorea, Lutherstadt Wittenberg

Dieses zweite Symposium in der Reihe Gender und Macht in der Wissenschaft greift die Themen des ersten Workshops auf. Diesmal wurde das Symposium in der Form des Bar Camps entschieden. Das heißt, dass alle Teilnehmenden in die Gestaltung mit einbezogen waren und ihre eigenen Themen und Methoden mitbrachten und die dann ggf. auch selbst  durchführten.

Machtgefüge an der Hochschule sind diffus. Macht ist überall und oft nicht als klar erkennbares Hierarchie- und Regelsystem zu  identifizieren. Strukturierte Angebote, die Macht aus queer-feministischer  und analytischer Perspektive thematisieren, gibt es bisher kaum. Der  reflexive Umgang mit Macht ist jedoch eine Voraussetzung für den Umgang  mit ihr. In diesem zweiten Workshop werden wir uns wieder diesem  diffusen Phänomen schreibend nähern und im Kollektiv Möglichkeiten und  Strategien finden, sich als docs/post-docs zu verorten. Zudem versuchen wir, eine Artikulation der Beziehungsgeflechte unter Anderem unter Gender-Aspekten  zu erreichen und dadurch jenseits eines Kompensationscoachings für  Frauen empowernde Konnektivitäten zu formen. Schreiben eine  Kulturtechnik, die nicht nur Denken ermöglicht, verfeinert und nachhaltig speichert, sondern auch assoziative Räume im gemeinsamen Reflektieren ermöglicht. Zudem soll eine nachhaltige Denk- und Reflexionskultur eingeführt und verstetigt werden, die macht- und hierarchiekritische Strukturen ermöglicht. Als Schreibenden-Kollektiv  wird gemeinsam und kollegial eine Auseinandersetzung ermöglicht, die ermächtigend für alle Teilnehmenden wirkt und den Wissenschaftsbetrieb positiv und nachhaltig für alle Beteiligten beeinflusst.


Workshop: Gender Power Relations in Israel & Pioneer Women - From Tradition to Progression?

Summer Workshop

Summer Workshop

Summer Workshop

2. Juli 2020 12:00-17:00 Uhr, Steintor Campus

This workshop is intended to give a broad and multi-disciplinary perspective on gender power relations in Israel, from past to current days. Starting from the first days of pre-state  Israel in the 1930s, the new feminine profession of social work will be  exa- mined with regards to masculine political and ideological forces.  Moving forward to 2019 Israel, significant gender changes will be  presented through the case study of the Jewish ultra-orthodox  society. Although quite differing, both lectures will give a short  glimpse into the changes that the Israeli society has undergone, and the  social role that women had and has in reshaping gender and cultural  norms.

Dr. Ayana Halpern: Jewish Social Workers in Mandatory Palestine: Between Submission & Subversion under Male Leadership |12:00–13:15 lecture + discussion | 14:15–15:30 workshop | Seminarraum 7 EAS 26/27 (Steintorcampus)

Dr. Ayana Halpern is a social work practitioner & scholar, re-  searching social work history, gender welfare & child protection in  Israel.

Ehud Tsemach: Ultraorthodox Wonder Women for
Haredi Scholar Men: The Special Case of Gender Roles in the Ultraorthodox Society in Israel | 15:45–17:00 lecture + discussion | 17:15–18:30 workshop | Seminarraum 5 EAS 26/27 (Steintorcampus)

Ehud Tsemach is a pedagogue & a PhD student at the Hebrew  University of Jerusalem, exploring connections between sociocultural  background, gender, thinking skills & epistemology.

Symposium: Gender und Macht in der Wissenschaft I
26./27. Februar 2019
Stiftung Leucorea, Lutherstadt Wittenberg

Diese Auftaktveranstaltung der Symposiums-Reihe "Gender und Macht in der Wissenschaft" wurde zusammen mit dem Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt ausgerichtet. Das erste gemeinsame Treffen widmete sich den diffusen Machtgefügen an der Hochschule. Macht ist überall und oft nicht als klar erkennbares Hierarchie- und Regelsystem zu identifizieren. In post-post-strukturalistischen Zeiten ist es eine Herausforderung, über Macht zu sprechen, nachzudenken und Herrschaftsverhältnisse zu analysieren und in Frage zu stellen. Zwar gibt es ein wachsendes Angebot an Weiterbildungen zu Führungs- und Managementkompetenzen für Nachwuchswissenschaftler*innen, aber Angebote, die Macht im Wissenschaftsbetrieb aus queer-feministischer analytischer Perspektive thematisieren, gibt es bisher kaum. Ein  reflektiertes Verständnis von Macht ist jedoch eine Voraussetzung für eine selbstbestimmte Handlungsfähigkeit im Umgang mit ihr.

In der Symposiumsreihe nähern wir uns diesem diffusen Phänomen an und wollen im Kollektiv Möglichkeiten und Strategien finden, sich als Wissenschaftler*in an der Hochschule zu verorten. Zudem versuchen wir, eine Artikulation der Beziehungsgeflechte zu erreichen. So sollen jenseits von Kompensationscoachings für Frauen empowernde Konnektivitäten geformt werden. Zudem soll eine nachhaltige Denk- und Reflexionskultur eingeführt und verstetigt werden, die macht- und hierarchiekritische Strukturen und empowerte Positionierungen ermöglicht.

Bei diesem ersten Treffen wurde ein  Schreibenden-Kollektiv gegründet, in dem  gemeinsam und kollegial eine kontinuierliche Auseinandersetzung ermöglicht werden soll, die ermächtigend für alle Teilnehmenden wirken und den Wissenschaftsbetrieb positiv und nachhaltig für alle Beteiligten beeinflussen soll. Wir freuen uns auf die kommenden Treffen.


Ringveranstaltung im Wintersemester 2018/19: Macht*Gender*Wissen

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Macht*Gender*Wissen? Gender-Macht-Analysen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

In den populistischen Debatten neoliberaler und rechtskonservativen Bewegungen, im Internet und in Printmedien und auf der Straße werden Begriffe wie Genderismus, Gender-Wahn oder Sprachpolizei geprägt, um Gender Studies als Ideologie zu diffamieren. Gender Studies verstehen sich jedoch als in erster Linie als erkenntnistheoretisch und interdisziplinär ausgerichtete Wissenschaftskritik, die zudem gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer scheinbaren Selbstverständlichkeit hinterfragen.

Die Ringvorlesung verfolgt vor diesem Hintergrund ein doppeltes Ziel: Zum einen werden sich die Beiträge solchen populistischen Debatten annähern und diskutieren, wie diese mit den machtanalytischen Mitteln der Gender & Queer Studies interpretiert werden können. Zum anderen geht es darum, die Verflechtungen zwischen Gender und Universität sowie Wissenschaft und Bildung in diesen aktuellen aber auch historischen Kontexten zu befragen. Die Reihe findet an ausgewählten Dienstagen des kommenden Wintersemesters an der MLU statt. Die Abendvorträge werden zum Teil von Workshopangeboten gerahmt.

Vorträge: dienstags, 18:00 – 20:00, MLU, Uniplatz, Melanchthonianum, HS XVIII (ausgewählte Termine)

Workshops: dienstags, 14:00 – 16:00, MLU, Uniplatz, Löwengebäude, HS XII (ausgewählte Termine)

Für die Workshops wird um eine kurze Anmeldung unter gebeten.


Fachtag: ‚Doktorspiele im Klassenzimmer‘ – Vom Umgang mit Geschlechtern und Sexualitäten in Bildung, Beratung und Betreuung

Fachtag Flyer

Fachtag Flyer

Fachtag Flyer

Eine Veranstaltung der Philosophischen Fakultät III und des Projektes gender*bildet

Freitag, 7.12.2018, 9:30 – 17:00 Uhr,

Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Häuser 30 und 31

Dass Heteronormativität als gesellschaftliche Struktur begriffen und damit als einflussreich auch auf pädagogische Prozesse und Praxen wirkt, darf inzwischen als erziehungs- und sozialwissenschaftlich gesichert gelten. So werden beispielsweise im so genannten weiten Inklusionsbegriff Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung thematisiert, und die meisten Bundesländer haben zumindest die Erwähnung sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Vorstellung in ihren Bildungsplänen erwähnt – wenngleich die praktische Umsetzung nur bedingt realisierbar zu sein scheint.

Wenngleich man die pädagogische Auseinandersetzung mit Heteronormativität auf Modernisierungstendenzen oder normative Grundlagen, wie beispielsweise die Menschenrechte, zurückführen kann, sind die zentralen Protagonist*innen dieser Entwicklungen in sozialen Bewegungen zu suchen.

Sowohl die Frauen*bewegungen als auch die emanzipatorischen Schwulen- und Lesbenbewegungen haben das Feld des Pädagogischen als Ort für die Umsetzung ihrer Anliegen verstanden. Diese Entwicklung ist dabei an vielen Stellen noch wenig als Prozess, als Ergebnis von akteursbezogenem und durchaus auch als im Sinne der sozialen Bewegung strategischem Handeln erforscht. Ihre Geschichte, die bedeutsam für das Verständnis einer heutigen pädagogischen Praxis ist, liegt für viele Bereiche emanzipatorischer, auf Geschlecht und sexuelle Orientierungen bezogene Pädagogik, noch nicht vor (eine Ausnahme ist die parteiliche Mädchenarbeit).

Der Fachtag widmet sich diesem Themenkomplex: Welche Anliegen sozialer Bewegungen werden ‚pädagogisiert‘, sind also mit schul-, sozial- und erwachsenenpädagogischen Anliegen kompatibel, welche werden quasi aussortiert? Welche (politischen) Gelegenheits- und Ermöglichungsstrukturen waren und sind dafür bedeutsam? Welche Rolle spielen dabei Heteronormativität und entsprechende Vorläuferkonzepte? Wie werden die Pädagogiken genutzt, die Geschlechtergerechtigkeit thematisieren?

Der Fachtag teilt sich in zwei Angebotseinheiten. In einem ersten Teil werden Vorträge stattfinden, die diese Fragen historisch und systematisch aufgreifen und an Beispielen diskutieren. In einem zweiten Teil werden sieben Parallelworkshops stattfinden, in denen Vertreter*innen aus den unterschiedlichen pädagogischen (und anderen) Praxisfeldern aus ihrer Arbeit berichten und ihre Ansätze, in denen sie sich kritisch mit heteronormativen Strukturen auseinandersetzen, diskutieren.

Vorträge: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 30, HS EG

Workshops: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 31, Seminarräume

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.11.2018 unter .

Es wird eine kleine Verpflegungspauschale in Höhe von 5,- erhoben (vor Ort zahlbar). Eine Teilnahmebestätigung kann ausgehändigt werden. Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Professorinnenprogramms II des BMBF. Die Organisator*innen sind Adam Krüger, Dayana Lau, Eleonora Dutton, Jessica Dalljo, Jessica Massochua und Klemens Ketelhut.

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